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Weiterbildung in Polyvagal-Theorie

change of lane - somatic discovery

WEGE AUS DEM STRESSSYSTEM

Mehr Gelassenheit, innere Stärke und Resilienz zu haben, wer wünscht sich das nicht?             
Insbesondere in diesen Zeiten.

Wechseln Sie die Spur:
Weg von Anspannung hin zur Entspannung.
Entdecken Sie sich neu.

Erfahren Sie in dieser Weiterbildung, weswegen ein gut funktionierender Vagusnerv notwendig ist, um Resilienz zu trainieren und um aus alten Mustern aussteigen zu können. Werden das Nervensystem und der Vagus Nerv in die Prozesse nicht einbezogen, (über) reagiert der Körper auf scheinbar harmlose Situationen.

  • Erfahren Sie in dieser Weiterbildung mehr über das Nervensystem und den "Wundernerv Vagus".
     
  • Lernen Sie das unglaubliche Potential des Selbstheilungsnervs kennen und wie Sie eine natürliche Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden.
     
  • Für Ihre Klienten und für sich.


Grundlagen für dieses Seminar bilden die Polyvagal-Theorie und Elemente der Neuroplastizität.

Sie werden Ihren eigenen Vagus Nerv entdecken und erfahren. Ich bin sicher, dass Sie sich selten nach einer Weiterbildung so ausgeglichen fühlten wie nach diesem.

                   

Was ist Polyvagal-Theorie?

Durch neue Denkweisen, Überzeugungen und Verhaltensmuster beziehungsweise durch verändern der inneren Haltung und des Lebensstils den Vagus beeinflussen. Die Polyvagal-Theorie liefert mögliche Erklärungen für das "Warum" von Verhaltensweisen.

Sie beschreibt zum einen die neurobiologische Verbindung zwischen Körper und Gehirn und zum andern die neurobiologische Verbindung zwischen dem Körper und den psychischen Prozessen.

Ich habe die Polyvagaltheorie vor bald zwanzig Jahren im Rahmen einer körpertherapeutischen Ausbildung kennen gelernt. Seither bildet sie mein "Objektiv", durch welches ich andere Menschen (und mich) betrachte. In der Polyvagaltheorie liegt ein enormes Potential, um Klienten – und sich selbst – besser zu verstehen.

In der angebotenen Weiterbildung werden Sie jedoch auch Methoden anderer auf Neurowissenschaft ausgelegte Coachingmethoden kennenlernen.
Was jedoch alle gemeinsam haben: change of lane. DAS wird Ihr Leben und das Leben Ihrer Klienten nachhaltig verändern.

Für Therapeuten ist es hilfreich, den Zustand des Klienten zwischen Aktion, Entspannung und Erstarrung zu erkennen, damit sie mittels bestimmten Vorgehensweisen zu regulieren.

Der Vagus-Nerv, ein Wundernerv

Polyvagal bedeutet, dass unser Nervensystem (vagus) zwei (poly) Vagusschaltkreise verfügt, die unterschiedlichste Funktionen haben. Sie beschreibt zum einen die neurobiologische Verbindung zwischen Körper und Gehirn und zum andern die neurobiologische Verbindung zwischen dem Körper und den psychischen Prozessen. Durch neue Denkweisen, Überzeugungen und Verhaltensmuster beziehungsweise durch das Verändern der inneren Haltung und des Lebensstils können wir den Vagus beeinflussen.

Meistens wird das Autonome Nervensystem in zwei Systeme unterteilt: in das sympathische und das parasympathische Nervensystem. Dabei setzt das sympathische Nervensystem eine Stressreaktion, wenn Anstrengung und Leistung gefordert ist, frei, während das parasympathische Nervensystem den Zustand von Entspannung hervorruft. Der Sympathikus und der Parasympathikus wirken so, dass, wenn ein Teil aktiv ist, der andere Teil gehemmt wird. Dabei wird der Vagus-Nerv hauptsächlich mit der parasympathischen Entspannungsreaktion in Verbindung gebracht.

Stephen Porges, der Begründer der Polyvagal-Theorie hat herausgefunden, dass der Vagus-Nerv, welcher den Hauptanteil des Parasympathikus ausmacht, aus zwei Anteilen besteht: einem ventralen Anteil und einem dorsalen Anteil. Diese haben unterschiedliche Aufgaben und Aktivitätsmuster, verlaufen anatomisch anders verlaufen und auch unterschiedliche Hirnnervenkerne haben. Diese Erkenntnis gab seiner These den Namen Polyvagaltheorie.

Der ventrale Teil ermöglicht uns, auf entspannte Weise aktiv zu sein und vermittelt ein Wohlgefühl in der Situation, der Umgebung und den beteiligten Menschen.

Der dorsale Teil hingegen wird aktiv, wenn die Situation einen Menschen überfordert oder für ihn lebensbedrohlich wird. Er führt also zu einer vollkommenen Inaktivität, dem sogenannten Totstellreflex.

Drei Ebenen der Polyvagal-Theorie:

Soziales Engagement, Flucht oder Kampf, Immobilität

 

Einstellung des ventraler Vagus:
"Ich fühle mich wohl und kann alles bewältigen. Ich fühle mich sicher, gestärkt und verbunden. Ich sehe das grosse Ganze und bin mit der Welt und den Menschen verbunden."

 

Einstellung des Sympathikus:
"ich bin gestresst, überwältigt und es ist schwierig, mitzuhalten. Ich fühle mich ängstlich und gereizt. Die Welt erscheint mir unfreundlich, gefährlich, feindselig und chaotisch."

 

Einstellung des dorsalen Vagus:
"Ich bin unter einer riesigen Last begraben und kann da nicht mehr heraus. Ich bin mit meiner Verzweiflung und Angst allein. Die Welt ist dunkel, leer und tot."

 

 

Unser Nervensystem reagiert in einer festgelegten Reihenfolge auf Stress:

  • von sozial, ruhig und gefühlter Sicherheit (ventraler Vagus)
    zu
  • Flucht und Kampf (Sympathikus)
    zu
  • Immobilisation und Erstarrung.


Es greift also immer das darunterliegende System und wir verlieren die Funktion der höheren Zustände. Wenn wir uns im Sympathikus-Bereich bewegen, verlieren wir unsere Fähigkeit für soziale Verbindung, wenn wir uns im dorsalen Bereich befinden, können wir uns nicht mehr aktiv schützen.

Das bedeutet, dass wenn wir ganz unten in der Leiter angekommen sind, wir denselben Weg wieder nach oben gehen müssen: wir brauchen Mobilisation um die Immobilisation zu überwinden. In diesen doch "hitzigen" Bereich zu kommen, kann angsteinflössend sein. Genau so mag es Menschen gehen, welche sich immer in diesem hitzigen "Sympthikus-Bereich" befinden: wieder in eine soziale Ausgeglichenheit zu kommen, nicht mehr immer kämpfen oder sich verteidigen zu müssen, mag sehr ungewohnt und neu sein. Eine Fehfunktion kann sich in einem Übermass an Aktivität und einem "sich nicht beruhigen können", oder im Gegenteil, im "nichts mehr tun zu können", gelähmt sein und sich gefangen zu fühlen, äussern.

Sicherheit
Denn, wenn oder weil jemand sich nicht sicher fühlt, geraten die oben genannten Anteile unseres Nervensystems durcheinander. Das Gefühl der Sicherheit entsteht nicht im Kopf, sondern in unserem Körper. Gefühlte Sicherheit ist laut Porges die wichtigste Voraussetzung für das Wohlbefinden eines jeden Menschen. Dabei geht es nicht zwangläufig um die äussere Sicherheit. Wichtig ist, dass der Betroffene sich trotz äusserer herausfordernden Situationen, von seinem Umfeld getragen und unterstützt fühlt.

Fazit: Das Verstehen der Funktionen des vegetativen Nervensystems ist eine Möglichkeit, das Verhalten von traumatisierten Menschen zu erklären. Und damit einen neuen und konkreten Zugang, um mit diesen Menschen arbeiten zu können, zu schaffen.

DAS ermöglicht die Polyvagal Theorie

All unsere Reaktionen unseres autonomen Nervensystems sind von den Erfahrungen unseres Lebens geprägt. Evolutionär gesehen sind sie ein Schutzmechanismus in Gefahrensituationen. Unser Nervensystem reagiert in bestimmten Situationen ohne unser bewusstes Dazutun. Diese Reaktionen können wir nicht direkt beeinflussen.

Auf diese Reaktionen reagieren wir oft mit Wut, Scham oder Schuldgefühle. Auch haben wir gelernt, solche Emotionen zu unterdrücken und zu negieren. Hier setzt nun die Polyvagal-Theorie an: wenn wir verstehen, dass unser Nervensystem in solchen Situationen versucht, uns in Sicherheit zu bringen, können wir Verständnis und Mitgefühl, vielleicht sogar Bewunderung für unsere eigenen Reaktionen lernen.
Bei traumatisierten Menschen ist die natürliche, immer der Situation angepasste, Hin- und Herbewegung auf der Polyvagalen Leiter, gestört. Und nicht nur bei traumatisierten Menschen...

Es gibt viele Methoden, welche in der Polyvagal-Theorie verwendet werden. Alle haben dasselbe Ziel: das Gefühl von Sicherheit zu erreichen, denn dann geht es uns gut.

Verstehen und Erleben

Eine gelungene Kombination zwischen Wissensvermittlung und Selbsterfahrung

Theorie ist wichtig. Ebenso wichtig ist das praktische Arbeiten und Üben, damit der Transfer von der Theorie in die Praxis erleichtert wird. Eine gute Mischung davon macht das Seminar spannend und interessant.

  • Anatomie, Physiologie des autonomen Nervensystems.
     
  • Hintergründe und Grundlagen der Polyvagaltheorie.
     
  • Wechselspiel zwischen körperlichem Geschehen und psychischen Erleben.
     
  • Spezielle Bedeutung des Vagus und seiner verschiedenen Anteile.
     
  • Verstehen, weswegen sich Besserung oder Heilung manchmal nicht einstellt.
     
  • Erfahren, wie Sie Ihren Klienten Impulse für mehr Selbstwirksamkeit geben können.
     
  • Weswegen ist das vegetative Nervensystem für unser (Über)Leben und unsere Gesunderhaltung so wichtig.
     
  • Die Bedeutung des vegetativen Nervensystems in der menschlichen Interaktion mit der Umwelt und den Emotionen verstehen.
     
  • Neurozeption
     
  • Der praktische Teil besteht aus der Vermittlung vieler manueller Techniken, welche den ventralen Vagus in seiner Funktionsfähigkeit unterstützen. Diese Übungen sind sehr wertvoll als Eigenbehandlungsprogramm für Patienten - und für Sie.
     
  • Sie lernen, Klienten durch neuronale Regulierung bestimmter Hirnstamm-Strukturen, zu denen Zustände wie Entspannung und Ruhe gehören, so zu unterstützen, dass eingefrorene Energien wieder in Bewegung kommen und somit bisherige Handlungs- und Verhaltensmuster verbessert werden können.
     
  • Trainieren von Resilienz.
     
  • Theorie über Bindungs- und Beziehungstraumatisierung


Sie werden nach der Weiterbildung all diese wertvollen Tools nicht mehr missen wollen.
Lesen Sie in meinem Blog mehr über die Polyvagal-Theorie.

Die Weiterbildung wird an zwei Orten durchgeführt:  in Münchwilen und in Thun

 

Wichtig
Die Ausbildung in Polyvagal-Theorie ersetzt keine Eigentherapie. Psychische Gesundheit und Stabilität werden vorausgesetzt.

 

Voraussetzung:          Therapeutische Grundlagen
Kosten:                       620.- Fr. inklusive ausführlichen Seminarunterlagen
Wann und wo:            Münchwilen, 2. / 3. Oktober 2021 (ausgebucht)
                                   Thun, 30. /31. Oktober 2021 (ausgebucht)
                                   Jona, APAMED 7./8. Dezember 2021 (anmelden hier)
 

 

POLYVAGAL-THEORIE  2022
Wann und wo:              Flums, 9. / 10. Juli 2022
Information und Anmeldung hier (PDF)

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Sie wollen mehr wissen? Rufen Sie mich an (081 710 54 52) oder senden Sie mir eine Mail, gern gebe ich Ihnen Auskunft.